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Auf dieser Seite
beschreibe ich die
Grundgedanken und die Entstehungsgeschichte des auf dieser Homepage
vorgestellten Selbstbaukonzeptes für kleine Windenergieanlagen, das die
Grundlage für unsere Forschungs- und Entwicklungsarbeit ist.
Die Hilfe zur Selbsthilfe Es gehört bei unserem Selbstbaukonzept dazu, auf gutes Werkzeug und sogenannte "Halbzeuge" zurückgreifen zu können. Das sind z.B. genormte Rohre, Profile, Bleche und Schweißelektroden - sowie auf übliche Verbindungselemente (z.B. Poppniete, Schrauben usw.). Auf den Einsatz alter und gebrauchter Teile verzichten wir, da sie nicht für alle verfügbar und möglicherweise ungeeignet sind. Wer solche Teile nutzen möchte, kann sie möglicherweise sinnvoll einbeziehen. Wir nutzen Grund- und Spezialwissen aus der Strömungslehre, der Aerodynamik und moderner Regelungstechnik, um Rotorblätter und Steuerungselemente vertretbar, das heißt ohne große Wirkungsgradverluste, vereinfachen, konstruieren und fertigen zu können.
Alle wichtigen Berechnungen haben wir in
unserer Arbeitsgruppe mit Hilfe
von Computern ausgeführt. Um die Flügel auszulegen, testeten wir verschiedene
Profile im Windkanal der Hochschule Bremen.
Dazu haben wir viele erreichbare Erfahrungen
vom Windradbau aus der Vergangenheit und Gegenwart durchgearbeitet und genutzt.
Das ehemals von uns in Bremen betriebene und nun nicht mehr finanzierte ingenieurwissenschaftliche Testfeld mit bis zu 5 KUKATER Anlagentypen gleichzeitig gewährleistete uns jahrelang Möglichkeiten für ihre Optimierung, die ein Einzelner nie und nimmer allein bewerkstelligen könnte.
Der Selbstbau Die meisten Windradbauer haben anfangs nur sehr verschwommene Vorstellungen davon, was ihre Anlage leisten soll und kann. Somit wird deutlich, dass das Motiv vieler Selbstbauer oft nur in der Freude zu suchen ist, etwas zu konstruieren und zu bauen. Natürlich spielen auch Umweltbewusstsein und Energiekosten immer eine gewisse Rolle. Es gibt nicht Gutes - außer man tut es (Erich Kästner) Schauen wir uns die Hauptmotive des Selbstbaus einmal näher an:
Aber so gut klappt das nicht immer. Von sachkundigen Ingenieuren allein gelassen, gibt es wenig brauchbare Literatur mit Beispielen, Tipps, Konstruktionsrichtlinien und Erfahrungen, auf die ein Selbstbauer zurückgreifen kann. Somit hoffen wir, mit dieser Homepage wenigstens denjenigen Mut zu machen, die bislang noch nicht den Bau eines Windrades anfangen mochten, weil ihnen einige Entscheidungsunterlagen fehlten und sie sich zu unsicher fühlten. Die meisten Selbstbauer bleiben ohnehin nicht bei einer Anlage. Zu vergrößern und zu verbessern gibt es immer etwas, wenn erst einmal die erste Anlage steht. Bei ausreichender Pflege laufen hierzulande immerhin noch Windpumpen aus Stahl, die in den zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts aufgestellt wurden, also über 80 Jahre alt wurden. „Ihre Bauweise ist dermaßen stabil, die Abnutzung gering, so dass diese Anlagen mit geringstem Reparaturaufwand und auch minimaler Wartung so lange laufen, bis sie buchstäblich vom Rost (!) zerfressen zusammenfallen.“ So nachzulesen im „Forschungsbericht Windenergie“(1980). Die von uns entwickelte Bauweise ist modular. Es muss ein gewisses Spiel bleiben für improvisierte Änderungen. Eine Einheit aus Rotorwelle, Getriebe und Generator hat Vorzüge. Aber wenn ein Zahnrad im Getriebe schlapp macht, sind auch die anderen, systemverbundenen Teile praktisch wertlos. Beim modularen Konzept (Konstruktionskomponenten voneinander getrennt) bleibt im Notfall mehr Raum für improvisierte Reparaturen.
Der Eigenbau in Entwicklungsländern Während der Windradselbstbau in Europa meistens nur einen sehr begrenzten Stellenwert einnehmen kann, ist er für Entwicklungsländer grundsätzlich anders einzuordnen. Trotz oft sehr günstiger Standorte in diesen Ländern werden die in den Industriestaaten zu Tausenden kommerziell gefertigten Anlagen (auf dem für uns gewohnten technologischen Niveau) aus verschiedenen Gründen dort nicht eingesetzt. Vielen dieser Gründe begegnen wir mit unserem Konzept erfolgreich. Dabei spielen die folgenden meistens eine Rolle:
Somit bekommt der Eigenbau von Windrädern in Entwicklungsländern einen grundsätzlich anderen Stellenwert. Was selbst gebaut wurde, ist stets leichter durchschaubar und beherrschbar. Bei der Entwicklung des KUKATE-Anlagenkonzeptes haben wir daher versucht, die Teile, die nicht selbst gefertigt werden können, sondern teuer gekauft werden müssen, so allgemein wie möglich zu halten. Diese Kaufteile haben innerhalb der Stahlkonstruktion des Gondelrahmens keine tragende Funktion.
Da kein Teil mehr als
50kg Masse hat, ist die Anlage prinzipiell überall dort aufbaubar, wohin man
50kg transportieren kann. |
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